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Geduld und Achtung - Kampfkunst in Ballenstedt
Karate Do ist eine fernöstliche Kampfsportart, die aus dem Gebiet des heutigen Japan stammt. Karate entstand vor etwa 2000 Jahren in China, über Okinawa gelangte es Anfang dieses Jahrhunderts nach Japan und wurde dort zu seiner heutigen Form entwickelt. Karate bedeutet wörtlich übersetzt "unbewaffnete Hände", bei dieser Kampfkunst werden sämtliche Gliedmaßen zur natürlichen Abwehr und als Angriffswaffen eingesetzt. Das "Do" steht für den traditionellen Weg, aber vor allem ist der Kampf gegen sich selbst gemeint und damit die charakterliche Fortbildung. Man könnte auch sagen das oberste Ziel in der Kunst des Karate ist nicht Sieg oder Niederlage, der wahre Karatekämpfer erstrebt die Vervollkommnung seines Charakters. Seit einem halben Jahr wird auch in Ballenstedt diese Sportart betrieben. Sie ist dem SV Fortuna 90 e.V. als Abteilung eingegliedert. Seit dem 14. März 2003 leitet Alexander Löwe diese Abteilung und das Training in diesem Verein. Fragt man heute einen Anfänger, warum er ausgerechnet Karate Do lernen möchte, bekommt man die verschiedensten Antworten. Aber in einem sind sich fast alle einig, es geht darum "Selbstverteidigung" zu lernen. Manch einer wird dazu von Filmen angeregt, andere haben Probleme mit zweifelhaften Zeitgenossen. Karate Do aus diesen Gründen anzufangen, ist durchaus vertretbar. Aber das Karate mehr als Schlagen und Treten ist, werden die Schüler nach und nach feststellen. Die Schüler lernen Geduld und gegenseitige Achtung, das körperliche und geistige Ausdauervermögen steigt und somit auch das Selbstvertrauen. Diese positiven Veränderungen stellen sich natürlich nicht von heute auf morgen ein. Es braucht viel Geduld und hartes körperliches Training. Wer aber richtig Karate lernen möchte, muss sich den vielfältigen Anforderungen dieser Sportart stellen. Wie bei den meisten Kampfkünsten werden im Karate verschiedene Gürtelfarben zur Trainingsbekleidung (Gi) getragen. Bei den Schülergraden werden farbige Gürtel und bei den Dangraden (auch als Meistergrade bezeichnet) schwarze Gürtel getragen. Diese Gürtelfarben dienen einerseits zur Einschätzung des Leistungsniveau eines Sportlers, zum anderen sind sie Ansporn für jeden Einzelnen, die nächste "Stufe" zu erreichen. In sechs verschiedenen Trainingseinheiten pro Woche werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene des SV Fortuna Ballenstedt in dieser Kampfkunst trainiert. Die Sportler trainieren in verschiedenen Übungseinheiten, wie der Aufwärmgymnastik, der Atemtechnik, den Grundstellungen, der Schlag- und Stoßtechnik, den Partnerübungen der Selbstverteidigung oder der Fitness.
In dieser Kampfsportart gibt es etliche Verhaltens- und Höflichkeitsregeln. Manche Regeln kommen dem Ein oder Anderen seltsam vor. Viele haben eine symbolische Bedeutung zum Beispiel das Verbeugen beim Betreten und Verlassen des Dojos (Übungsraum). Beim Betreten des Übungsraumes bekundet man mit der Verbeugung, dass der Alltag jetzt sozusagen am Kleiderhaken im Umkleideraum abgelegt wurde und man sich ausschließlich auf Karate konzentriert. Beim verlassen des Dojos signalisiert die Verbeugung das Ende der Karate Do Übung. Zu Beginn und Ende der Übungsstunde verbeugen sich die Schüler vor dem Lehrer und der Lehrer vor seinen Schülern. Damit wird gegenseitiger Respekt bezeugt und fachliche Autorität und Person des Lehrers gewürdigt. Diese Ausführungen sind nur ein Bruchteil dessen, was die Kämpfer in dieser Sportart an Regeln beherrschen. Wer mehr über diesen Kampfsport wissen oder sich unverbindlich über unseren Verein informieren möchte, kann dies gern über meine Person tun.
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